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Stammbaum und Familienchronik

Gerne erforsche ich für Sie Ihren Stammbaum oder helfe Ihnen bei Ihrem diesbezüglichen aktuellen Wissensstand weiter.

Stammbäume sind perfekt passende Geschenke zu den grossen Ereignissen des Lebens wie Hochzeiten, Taufen, Jubiläen. Denken Sie daran, dass die Recherche für einen Stammbaum oder eine Familienchronik einen längeren Zeitraum benötigt, z. B. wegen der Korrespondenz und der Terminvereinbarung mit Zivilstandsämtern.

Wird ein Stammbaum mit Berichten, Anekdoten, Geschichten bereichert und in einen historischen Rahmen gestellt, entsteht eine eigentliche Familien-Chronik. Gerne übernehme ich für Sie das Schreiben und Zusammenstellen einer solchen Dokumentation oder bin Ihnen bei Ihren Zusammenstellungen behilflich.


Vorgehen:

  • Sammeln Sie alle Hinweise, Dokumente, Tipps von weiteren Familienangehörigen über Ihre Vorfahren. Wenn möglich halten Sie alle Informationen schriftlich bereit.
  • Treffen Sie mich an einem Ort Ihrer Wahl für unser Erstgespräch, bei dem Sie mir Ihre Informationen weitergeben. Ich gebe Ihnen anschliessend einen ersten Überblick über mein mögliches Vorgehen oder über unser gemeinsames Vorgehen.
  • In einem Arbeitsvertrag regeln wir die wichtigsten Eckpunkte Ihres Auftrages an mich.

Die Forschungsresultate werden von mir ausschliesslich an Sie als Auftraggebende/r weitergegeben; sie werden ohne Ihre Einwilligung nicht veröffentlicht.

Ich arbeite gemäss wissenschaftlichem Standard: Sämtliche Forschungsresultate sind überprüfbar. Die Quellen werden sorgfältig erforscht und angegeben; Erkenntnisse werden nachvollziehbar dargelegt, und Begründungen für die Erkenntnisse können erbracht werden.


Möglichkeiten:

  • Suche nach den Vorfahren einer bestimmten Linie / eines bestimmten Namens
  • Suche nach direkten Vorfahren (direkte Abstammungslinien) inkl. Ehefrauen
  • Suche nach den direkten Vorfahren inkl. Ehefrauen, deren Vorfahren, sowie nach den Geschwistern der Vorfahren
  • Suche nach bestimmten Verwandtschaftslinien: Inwiefern ist diese oder jene Person mit mir verwandt?
  • Recherche nach den geschichtlichen Ereignissen, durch welche das Leben der Vorfahren massgeblich beeinflusst wurde. Dies kann z. B. eine Ehrung sein, oder eine kriegerische Auseinandersetzung, in die ein Vorfahre involviert war, oder ein Naturereignis / eine Naturkatastrophe, in deren Folge Vorfahren in Mitleidenschaft gezogen wurden.


Preis:

Pro Arbeitsstunde exkl. Gebühren von Zivilstandsämtern: CHF 75.- pro Stunde.

Gerne gehe ich auf Ihre individuellen Bedürfnisse ein. Ich freue mich, Ihnen bei der Suche nach Ihren Vorfahren und Ihren familiären Wurzeln behilflich zu sein. Nehmen Sie für ein unverbindliches Erst-Gespräch mit mir Kontakt auf.


Quellen für die Forschungen:

Die wichtigsten beizuziehenden Quellen sind:

  • Daten und Berichte von lebenden Familienangehörigen des erweiterten Familienkreises
  • Zivilstandsregister der Zivilstandsämter. Dort sind in der Regel Daten zurück bis ins Jahr 1875 zu finden. Manche Zivilstandsämter erheben eine bestimmte Gebühr pro Stunde für die Forschenden. Diese Gebühr – welche die Auftraggebenden entrichten müssen – versuche ich möglichst gering zu halten, indem ich die gefundenen Daten möglichst speditiv auf Tonband spreche und erst ausserhalb des Zivilstandsamtes schriftlich festhalte.
  • Kirchenrodel (Ehe-, Tauf- und Totenrodel) in den Staatsarchiven. Dort befinden sich Daten, die – je nach Gemeinde – bis ins 16. Jh. oder weiter zurückgehen können. In den Staatsarchiven können i.d.R. auch Fotos der Dokumente erstellt werden.
  • Dokumente wie z. B. Verträge und Notariatsakten in Staatsarchiven

Literatur und Berichte der Schweizerischen Nationalbibliothek: Namens-Register und dazugehörige Schriften, alte Zeitschriften, Bücher etc.


Wenn wir schon nicht wissen wohin wir gehn,
sollten wir wenigstens zu ergründen versuchen,
woher wir kommen, um zu ahnen, wo wir stehen.

Verfasser unbekannt



Beispiel eines Stammbaums
 

Beispiel aus der Familienchronik

Tödliche Überschwemmungen im Lauterbrunnental

Anfangs bis Mitte August des Jahres 1831 zogen starke Unwetter über den Kanton Bern her, liessen Flüsse und Bäche über die Ufer treten und verursachten verheerende Land- und Gebäudeschäden. Zeitungsberichte, die in der Nationalbibliothek in Bern archiviert werden, legen Zeugnis über diese Unwetter ab:

„Bern. Oberland den 12.August. (Auszug aus einem Briefe.) Die letzten Tage haben wir hier Sündfluth gehabt. Die Ströme von Oberhasli, Grindelwald und Lauterbrunnen traten verheerend aus, Häuser und Brücken wurden fortgerissen, beinahe die ganze Thalfläche von Interlaken mit Schlamm und Wasser bedeckt. Weitere wilde Strömungen bedeckten den Höheweg. In Matten war jedes Haus eine Insel. Zu Aarmühle floss die Aar über Strassen u. Brücken, in und durch die Häuser, die bestmöglichst eingedämmt wurden. Nach Lauterbrunnen kommt man nur über Grindelwald und die Wengernalp, nach Matten nur mit Mühe zu Pferd. Herr Regierungsstatthalter Stettler gab sich viele Mühe, die Hülfe ordentlich zu machen und bot aus den unbeschädigten Gemeinden des Oberamts die Leute zur Arbeit auf. Herr Rathsherr v. Grafenried und Herr Ingenieur Haag sind von der Regierung zu gleicher Zeit hergesendet worden. Wir erwarten eine gute Anzahl Schellenwerker, um unter fachkundiger Leitung Dämme, Strassen und Brücken wieder herzustellen. Auch der Lombach trat aus; doch konnte seinen Verheerungen gewehrt werden. Das Neuhaus ist vom Wasser des Thunersees eingeschlossen worden.“

Aus dem "Berner Volksfreund" vom 14.8.1831


Dass bei diesen Unwettern auch Menschen den Tod fanden, zeigen die Einträge in den Zivilstandsregistern von Interlaken:

Christian Wyss, geboren 1785, und seine Frau Anna von Almen, geboren 1787, hatten sechs Kinder. Die älteste Tochter Anna war bereits 22 Jahre alt und lebte noch bei den Eltern. Sohn Christian war 20, Hans 17½, Margaritha 15 und Elisabeth 12 Jahre alt. Das jüngste, ein kleines Töchterlein mit Namen Barbara, zählte im Jahr des Unwetters 10 Jahre.

Am 7. August 1831 wollten Hans und Barbara den Steg überqueren, welcher im Lauterbrunnental über die Lütschinen führte und sich in der Nähe der damaligen Schmelze* befand. Was mochten sie für einen Botengang zu tätigen haben? Suchten sie ein verirrtes Tier? Der 7. August war ein Sonntag – wollten sie nach dem Kirchgang in Gsteig nach Hause kehren? Seit einigen Tagen regnete es bereits, und die Lütschinen war zu einem reissenden, bedrohlichen Strom angeschwollen. Bestimmt war ihnen der Gang über den wohl bereits beschädigten Steg nicht geheuer; die kleine Barbara fürchtete sich wohl, selber hinüber zu gehen. Da nahm ihr grosser Bruder Hans sie auf den Rücken, um sie hinüber zu tragen. Doch als Hans mit seiner Last auf dem Rücken über den Steg eilen wollte, verlor er das Gleichgewicht – mitsamt seiner Schwester fiel er in die Lütschine! Die beiden fanden in den Fluten den Ertrinkungstod. Es sollte sich später zeigen, dass nur der Leichnam von Hans gefunden wurde.

Hans und Barbara Wyss waren der Bruder und die Schwester von meinem Urururgrossvater Christian.

Zitat Totenrodel der Kirchgemeinde Gsteig:

"Hans Wyss, Christens ab Isenfluh und der Anna von Almen ab Mürren, geb. 28. get. 30. Jänner, fiel in die Lütschinen von einem [Steg] in der Schmelze [um] 3 nachmittags, wurde den folgenden Tag aufgesucht und bey der Mündung der Lütschinen gefunden. 17 Jahr 6 Monate."

"Barbara Wyss, des vorigen Schwesterlein, die derselbe über den Steg der Lütschinen trug, beide fielen miteinander in den Strom, allein der Leichnahm des Mädchens wurde nicht gefunden."

*Schmelze: Im Lauterbrunnental wurden bis 1860 Silber, Blei und Eisen gewonnen.

Anita Kaufmann-Brunner, im August 2015


Beispiel einer Ahnenreihe

Ahnenschrift